Positive Psychologie

Kürzlich machte mich Freund und Beraterkollege Karsten auf das Buch „Positive Psychologie in Unternehmen“ von Michael Tomoff aufmerksam. Ein Buch was mich sofort in den Bann zog.

Die frühe Geschichte der Psychologie wurde überwiegend von einem defizitären Bild des Menschen geprägt, dem der Krankheiten. Menschen, die fern „der Norm“ waren, bekamen durch Psychologen und Psychotherapeuten die Chance auf Heilung. Erst Prof. Martin Seligman schlug 1998 vor, sich auf eine positive Perspektive in der psycholgischen Forschung zu fokussieren. Dies war der Grundstein einer wissenschaftlichen und gedanklichen Wende. Vermeintlich negative psychologische Phänomene wie Depression, Traumata oder Pathologien machten Platz für eine Richtung, die sich gleichberechtigt mit dem positiven Menschen und seinen Beziehungen mit anderen beschäftigte. Dies war der Beginn des Ansatzes der positiven Psychologie, der für mich bis heute noch zu wenig an Bedeutung und Wertschätzung hat. Gerade für und in Unternehmen dürfte dieses Denken viele Chancen beinhalten.

So sollte zum Beispiel nicht gefragt werden, was bei einzelnen Mitarbeitern oder Abteilungen nicht funktiont, wo deren Schwächen liegen oder es krankt, sondern sollte man vielmehr auf die individuellen Stärken hören und entdecken, was bereits gut funktioniert und noch wachsen kann. Ich möchte nicht missverstanden werden: Es geht nicht um das schön reden sondern die Stärken als Energie und Antriebsmotor zu nutzen.

Wer jetzt Lust auf die Positive Psycholgie bekommen hat, empfehle ich das Buch aus dem Springer Verlag: Michael Tomoff, „Positive Psychologie in Unternehmen. Für Führungskräfte.“ Springer Verlag 2018. Es lohnt sich.

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