Pandemische Fastenzeit

Was denkt wohl der Gelehrte über die Pandemie?

Karneval ist ausgefallen und wir sind in die Fastenzeit gestolpert. Die Fastenzeit ist zunächst eine urchristliche Tradition, hat aber durch das Heilfasten und ähnliche Formen eine neue ganzheitliche sowie reinigende Aktualität und Akzeptanz bekommen. Durch die Pandemie sind wir welt-, generations- und kulturübergreifend in eine Phase der Verzichts gerutscht. Viele fühlen sich ihrer Freiheit beraubt, andere tun sich schwer, diese Phase der Beschränkung und des Verzichts durchzuhalten, wieder andere erleben eine Form der Entschleunigung, die ihnen sogar gut tut. Was aber alle eint: Diese „pandemische Fastenzeit“ verunsichert und löst eine Form der Selbstvergewisserung aus: Wo stehe ich – was benötige ich – wer oder was ist mir wichtig – wie komme ich mit Verzicht klar?

Die pandemische Fastenzeit kann ein Weckruf sein für einen / eine jeden von uns sein und kann kann vielleicht länger dauern, wie wir glauben oder es uns wünschen. Also genügen wir uns in Gelassenheit und eine neue Form des Verzichts. Auch wenn es uns schwer fällt.